Begehbare Kleiderschränke – Tipps zum selber bauen

Begehbare Kleiderschränke – Tipps zum selber bauen

Es ist nicht verwunderlich, dass ein begehbarer Kleiderschrank der Traum vieler Damen ist, denn dieses praktische Einrichtungselement vermittelt nicht nur ein Gefühl von Luxus, sondern bietet auch viel Platz für die gesamte Garderobe und Schuhkollektion.

Koffer, Taschen, Sportausrüstung, oder auch Putzgerät und andere Haushaltsutensilien können bequem in ihm verstaut werden. Natürlich sind derartige Schranksysteme bei vielen Möbelherstellern erhältlich, aber ein begehbarer Kleiderschrank lässt sich auch ohne großen Aufwand selber einrichten bzw. bauen. Das ist oftmals nicht nur günstiger, sondern hat auch den großen Vorteil, dass der Schrank ganz an Ihre individuellen Aufbewahrungsanforderungen und Raumbedingungen angepasst ist.

kleiderschrank © D. Ott - Fotolia.comAnkleidezimmer einrichten

Wer über einen ungenutzten Raum wie eine Abstellkammer oder ein anderes leeres Zimmer verfügt, hat bereits den perfekten begehbaren Kleiderschrank gefunden. Mit Hilfe von Regalen, Kleiderstangen, Schubladen, Einschubkästen, offenen Fächern und Kommoden, die ganz nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ausgewählt, angebracht und platziert werden, lässt sich jeder Raum in ein übersichtliches Ankleidezimmer verwandeln. Tipp: Ein großer Spiegel, eine gemütliche Sitzgelegenheit und ein Teppich vervollständigen das Bild.

Begehbare Kleiderschränke selber bauen

Ein separater Raum ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, um den Traum eines begehbaren Kleiderschranks zu verwirklichen – und wohl nur in den wenigsten Fällen ist ein solcher überhaupt vorhanden. Auch eine freie Wand oder eine ungenutzte Ecke im Schlafzimmer bieten sich für diesen Zweck an.
Ein Tipp von Einrichtungsexperten und eine einfache Möglichkeit, hier einen begehbaren Kleiderschrank zu schaffen ist, je nach Länge/Breite des Zimmers, zwei oder mehrere Kleiderschränke, bei denen die Türen entfernt wurden, gegenüber zu stellen, sodass in der Mitte ein Durchgang entsteht. Die sichtbaren Schrankrückseiten lassen sich mit Tapeten oder Gemälden verschönern oder hinter einem Vorhang oder einer Schiebetür verstecken, wofür lediglich eine Vorhang- bzw. Führungsschiene angebracht werden müsste.

Der Bau einer Raumabtrennung mit richtigen Wänden ist hingegen aufwendiger und erfordert auch handwerkliches Geschick. Als Zwischenwände eignen sich Rigipsplatten, die von der Decke bis zum Boden reichen. Diese werden sowohl auf der Innen- als auch Außenseite eines zuvor errichteten Ständerwerks, z.B. aus sägerauen Holzlatten oder Metallprofilen, montiert. Der Zwischenraum sollte mit Dämmmaterial gefüllt werden, welches vor allem als Schallschutz dient. Nachdem die Fugen verspachtelt wurden, können Sie die Wände tapezieren oder streichen – am besten farblich passend zum Zimmer. Gestalten Sie das Innere des Raums ganz nach Ihrem Geschmack mit neuen Regalsystemen oder verwenden Sie die alten Regale.

Tipps:

• Achten Sie bei der Platzwahl vor allem auf ausreichende Bewegungsfreiheit vor dem Schrank und bedenken Sie, dass auch Steckdosen bzw. Stromanschlüsse für die spätere Beleuchtung vorhanden sein sollten.

• Eine gute Beleuchtung ist essentiell; LED-Leuchten sind ideal, um das Innere des Schrankes zu erhellen, während Experten bei der Deckenbeleuchtung zu Tageslichtlampen raten, da ihr Licht die Farben der Kleidung kaum verfälscht.

• Auch ein großer Spiegel, in dem Sie sich ganz betrachten können, darf keinesfalls fehlen.

• Eine Tür, z.B. eine Schiebetür, oder ein Vorhang sieht nicht nur gut aus, sondern schützt die Garderobe vor Staubablagerungen.