Der japanische Garten

Der japanische Garten

Mit der modernen Architektur kommt der japanische Garten zu uns ins Land. Noch wirkt die japanische Gartengestaltung auf uns befremdlich. Aber der Garten wird uns überzeugen. Denn keine andere Gartengestaltung wirkt so beruhigend wie die Japanische.

Ein japanisches Sprichwort sagt: „Beim Betrachten der Natur werden die Gefühle geboren.“ Japanische Gärten werden nur auf die Natur reduziert. Wer in solch einem Garten steht versteht das Sprichwort.

Bei der Planung ihres Japanischen Gartens sollte sie einen Fachmann zu Rate ziehen. Sonst passiert es sehr schnell, dass der Garten nicht mehr authentisch wirkt.

In der japanischen Gartengestaltung wird besonderen Wert auf natürliche Materialien, qualitativ hochwertige Handwerkskunst und optisch angenehme Proportionen gelegt.

Die Japaner glauben, dass gerade Zahlen Unglück bringen. Deshalb sollten alle Elemente des Gartens in ungerader Zahl auftreten. Der japanische Garten wird in mehrere Bereiche unterteilt. Diese stellen die Lebensabschnitte des Menschens dar.

Folgende elementare Bestandteile sollten zur Erhaltung der japanischen Tradition im neu angelegten Garten erscheinen:

Kies, Sand und drei, fünf oder sieben rohe unbehauene Felsbrocken. Sie sollen Kraft und Energie ausstrahlen. Symbolisch stehen sie für die Ewigkeit.
Steine führen über Moos- und Wasserflächen.
Holz- oder Steinbrücken bilden die Verbindung zwischen den verschiedenen Gartenbereichen.

Generell wird auf bunte Blumen verzichtet. Die einzigen Pflanzen sind Kiefern, Azaleen, Zierkirschen, Moos, Gräser, Bambus und Farne.

der-japanische-garten-2Ein Wasserfall bildet das Zentrum der Gestaltung. Hier entspringt der Bachlauf. Das soll den Ursprung des Lebens symbolisieren. Wasser ist nicht zwingend notwendig. Es können auch Trockenbäche angelegt werden. Das heißt, statt Wasser liegt Kies im Bach.

Zierelemente sind Steinlaternen. Diese sind sechs oder achteckig und stehen auf drei Füßen. Dies symbolisiert Stabilität. Mildes Licht zeigt den Weg der Erleuchtung. Buddha Figuren sehen nicht nur japanisch aus, sie sind ein Teil ihrer religiösen Tradition.

Weitere Merkmale sind Tore, Zäune und Bänke. Meist aus Holz oder Granit.
Der Pavillon dient als Ruhezone. Alle Wege führen dorthin. Er ist ein Ort der Meditation.

Bei dieser ungewöhnlichen Art der Gartengestaltung werden tatsächlich Gefühle geboren. Die Symbolik und Tradition der einzelnen Elemente entführen einen in eine fremde Welt. Eine abstrakte, aber trotzdem natürliche Welt.