Die Renaissance des Schmink- und Frisiertisches

Die Renaissance des Schmink- und Frisiertisches

Während ein Schminktisch oder die Frisierkommode noch bis in die 1950er Jahre wie selbstverständlich zur Ausstattung des Schlafzimmers gehörte, gerieten die kleinen Plätze, die ausschließlich Frauen vorbehalten waren, lange Zeit in Vergessenheit.

schminktischSchlafzimmer in den funktionellen Wohnungen der 60er und 70er Jahre hatten einfach nicht mehr den Platz für den Schminktisch oder er passte einfach nicht ins jeweilige wohnliche Konzept. Zudem gehören Bäder mit mehr oder weniger großen Spiegeln seit den 1950er Jahren zur selbstverständlichen Ausstattung einer Wohnung, was bis dahin nicht immer der Fall war. Seither schminken sich wohl die meisten Frauen stehend im Bad und verzichten damit auf ihren eigenen gemütlichen Schminkplatz. Jetzt aber erleben die zierlichen Schminktischchen wieder eine Renaissance und Frauen können sich wieder konzentriert ihrer Schönheit widmen.

Schminktische aus dem Möbelhaus

Schminktische haben sich langsam wieder in das Angebot der Möbelhäuser eingeschlichen. Sie gleichen jedoch nicht mehr den oft fast monströsen Frisierkommoden, die seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts in Schlafzimmern zu finden waren. Vielmehr besinnt sich das Design wieder zurück auf die zierlichen, oft filigran gearbeiteten Schönheitsplätze in den Damenzimmern des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Angebot reicht von mediterran anmutenden Schminktischen aus schwarz oder braun lackiertem Metall in Verbindung mit Tischplatten aus Glas oder Marmor bis zu zierlichen Tischen aus Naturholz. Häufig sind die schmalen Tische weiß lackiert und mit geschwungenen Beinen versehen. Diese Modelle erinnern in ihrer Gestaltung stark an Biedermeier-Möbel und manche besinnen sich auch auf das Rokoko. Aber auch der moderne Schminktisch mit klaren Formen, in dunklen Farben und kombiniert mit kühlem Edelstahl gehört inzwischen zum Angebot in den Möbelhäusern. Neben dem Schlafzimmer hat der Schminktisch häufig auch seinen festen Platz im Mädchenzimmer und kann daher durchaus auch in kräftigen Farben gestaltet sein.

Charakteristische Ausstattung

Grundsätzlich ist ein Schminktisch klein mit einer Breite von 70 bis 80 Zentimetern und auch nur 40 bis 45 Zentimeter tief. Die meisten Modelle sind mit einem Aufsatz versehen, der aus einem Spiegel in der Mitte sowie links und rechts kleinen Schubladen besteht, in denen die Schminkutensilien aufbewahrt werden. Häufig ist der Spiegel schwenkbar und manche Modelle verfügen auch über einen dreiteiligen Spiegel, der die Kontrolle der Frisur auch von hinten ermöglicht. Moderne Schminktische sind oft erst auf den zweiten Blick erkennbar, denn sie bestehen aus einer glatten Tischplatte, die aufgeklappt werden kann. Auf der Innenseite der Tischplatte verbirgt sich der Spiegel und darunter befinden sich Fächer, in denen die Utensilien einen gut sortierten Platz finden. Zum Schminktisch gehört immer auch ein kleiner Hocker oder ein eleganter Stuhl.

Den eigenen, individuellen Schminkplatz gestalten

Es ist ganz einfach, den eigenen Schminkplatz im Schlafzimmer oder auch im Bad selbst zu gestalten. Dazu können Sie ein Regalbrett oder eine Marmorplatte auf Konsolen sowie direkt darüber einen dekorativen Spiegel an der Wand anbringen. Schubladen oder Staufächer für Schminkutensilien bieten kleine Schubladen-Boxen aus Holz oder Kunststoff sowie dekorative Schachteln und Boxen, die auf dem Schminktisch stehen.