Domus – Das neue Architektur- und Designmagazin

Domus – Das neue Architektur- und Designmagazin

Seit Anfang Mai gibt es im Zeitschriftenhandel etwas Neues. Domus lautet der Name der neuen Architektur- und Design-Fachzeitschrift, die durch ihre hochwertige Aufmachung und ihren Umfang schnell ins Auge springt.

Doch wirklich neu ist Domus nicht, denn die Zeitschrift gibt es bereits seit 1928. Sie stammt aus Italien, dem Mutterland des eleganten und hochwertigen Designs und ist nun erstmals auch als deutsche Ausgabe erhältlich. Zukünftig wird Domus Deutschland sechsmal im Jahr und somit alle zwei Monate erscheinen.

Wer verbirgt sich hinter Domus?

Gegründet wurde die Zeitschrift im Jahr 1928 von dem italienischen Designer und Architekten Gio Ponti. Sein Bestreben war ein Magazin, das sich mit Architektur, Design und Kunst befasst und somit die Architektur um künstlerische und stilistische Themen ergänzt. Durch die Verbindung von Architektur und Innenarchitektur war Domus die erste Zeitschrift ihrer Art überhaupt. Gio Ponti trat neben dem Verleger Gianni Mazzocchi als Herausgeber auf und übernahm viele Jahre lang die Aufgabe, die aufregendsten Bauwerke in der Welt zu begutachten und für das Magazin zu beschreiben. Von Beginn an erschien die Zeitschrift in Italien monatlich. Lediglich in den Jahren 1946 bis 1948, nachdem die Publikation für ein Jahr vollständig eingestellt worden war, erschien Domus zweimal im Monat. Heute ist der Architekt Stefano Boeri Herausgeber der Zeitschrift, während die Tochter des ersten Verlegers, Giovanna Mazocchi Bordone das Verlagshaus Editoriale Domus S.p.A. leitet. Die deutsche Ausgabe des Bonus erscheint im Verlag ahead media, der bereits die deutsche Design- und Architekturzeitschrift H.O.M.E. herausgibt.

Mit welchen Inhalten wird Domus den deutschen Zeitschriftenmarkt bereichern?

Seit 1994 erscheint Domus als zweisprachiges und damit internationales Magazin. Neben den Texten in italienischer Sprache sind alle Inhalte auch in englischer Sprache übersetzt. Vorher gab es bereits englische, französische und russische Übersetzungen und seit 1989 veröffentlicht der Verlag eine chinesische Ausgabe von Domus. Die deutsche Ausgabe ist nicht einfach eine Übersetzung des internationalen Magazins, sondern behandelt eigenständige Themen. Neben den traditionellen Themen Architektur und Industriedesign nehmen Design und Kunst einen großen Raum ein. Darüber hinaus werden auch politische, kulturelle und philosophische Themen behandelt. Zudem soll die deutsche Ausgabe des Domus im Bereich der Architekturbeschreibung einen stärkeren lokalen Bezug erhalten. Insbesondere architektonisch interessante Gebäude in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden thematisiert. Darüber hinaus stellt Domus regelmäßig neue Entwürfe internationaler Designer vor und berichtet über Künstler und Kunstevents. Artikel in Domus befassen sich außerdem mit neuen Technologien und weiteren nationalen und internationalen Themen. Themen wie Heimwerken, Garten und Kochen, denen sich Domus in den Anfangsjahren in Italien widmete, sind heute nur noch selten in der Zeitschrift vertreten.