Farbenlehre in Wohn- und Arbeitsräumen

Farbenlehre in Wohn- und Arbeitsräumen

Unabhängig von den verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen, die es zur Farbenlehre gibt, üben gewisse im Wohnraum und Interieur angewendete Farben eine unterschiedliche Wirkung auf das allgemeine Befinden und die Psyche eines Menschen aus. Ein rot gestrichener Raum wird zum Beispiel als vier Grad Celsius wärmer empfunden als ein in der Farbe Weiß gehaltener Raum. Rot regt den Blutdruck und den Appetit an und wirkt auf den menschlichen Organismus stimulierend. Für Wohnräume wird die Farbe Rot jedoch nur als akzentuierendes und nicht als großflächiges farbliches Gestaltungsmittel empfohlen.

Die Farbe Orange wird insbesondere für Geschäftsräume empfohlen, da sie die Stimmung aufhellt und für unerwartete Kraftreserven sorgt. Da Orange auch den Appetit anregt, ist diese Farbe auch für Esszimmer und Geschäftskantinen geeignet. Die Farbe Weiß gilt als Trendfarbe des Jahres 2008. Weiß wirkt jedoch steril und kühl. Schon eine geringe Abtönung bewirkt einen wärmeren Raumeffekt. Gelb wirkt nervenstärkend, konzentrationsfördernd und stoffwechselanregend. Die Farbe hellt das Gemüt auf und ist ebenfalls wie die Farbe Orange in Maßen als farbliches Gestaltungsmittel für Büros und Arbeitsbereiche sowie für Wohnzimmer und Korridore geeignet. Die Farbe Grün senkt den Blutdruck, fördert ebenfalls die Konzentration und hilft Streß und Schlafstörungen abzubauen.

Blau wirkt sich laut Farbenlehre auch blutdrucksenkend auf den menschlichen Organismus aus. Die Farbe hat einen fiebersenkenden, kühlenden und beruhigenden Effekt und gilt insbesondere für Schlafzimmer als optimaler Wandanstrich, wenn dieser in mattblau oder zartrosa, also nicht zu farbintensiv gehalten ist. Blau ist die in ihrem Temperatureffekt am kältesten empfundene Farbe. Blau gestrichene Räume werden als zwei Grad Celsius kälter empfunden. Die Farbe Violett wirkt als Raumanstrich entspannend und schlaffördernd. Sie beruhigt das zentrale Nervensystem und wirkt vorbeugend bei Kopfschmerzen und depressiven Verstimmungen.