Grohe

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Friedrich Grohe, Sohn des Armaturenherstellers Hans Grohe (Hansgrohe AG) aus Schiltach im Schwarzwald gründete 1936 in Hemer im Sauerland nach Übernahme der Firma „Berkenhoff & Paschedag“ die „Grohe Armaturenfabrik“, die 1948 in „Friedrich Grohe Armaturenfabrik“ umbenannt wurde. Das Unternehmen wurde in der Zeit des deutschen Wiederaufbaus von der Kundschaft gut angenommen. 1961, nachdem in Deutschland schon in Lahr/ Schwarzwald ein weiterer Fabrik-Standort gegründet worden war, wurde bereits in Frankreich die erste Auslandsniederlassung eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten sollten weitere Grohe-Niederlassungen in England, Portugal, Thailand und Kanada folgen.

Im Jahre 1968 kaufte die Firma ITT „International Telephone and Telegraph“ die Mehrheit der Anteile des Unternehmens. 1983, nachdem in Hemer-Edelburg eine weitere Armaturen-Fabrik die Produktion aufgenommen hatte, starb Firmengründer Friedrich Grohe. Seine Erben kaufen nach der Firmenübernahme zuerst die Unternehmensanteile zurück, bauten einen Teil des Werkes in Lahr neu auf und errichteten in Hemer-Edelburg neben dem bereits vorhandenen Firmenstandort ein neues Logistikzentrum. 1991 wurde die „Friedrich Grohe Armaturenfabrik“ in die „Friedrich Grohe AG“ umgewandelt. Durch den Aufkauf weiterer Armaturenmanufakturen in den kommenden Jahren entstand unter anderem ein weiterer deutscher Firmenstandort in Porta Westfalica. In Hemer wurde 1994 die heutige Werksverwaltung eingerichtet. Drei Jahre später kam ein Design-Center hinzu, in dem bis heute die zeitlos schönen Armaturen und Brausen der Grohe AG für Küche und Bad neu designed und überarbeitet, sowie umfangreiche Installations- und Spülsysteme für den gewerblichen und öffentlichen Bereich entworfen werden.

Zwischen 1999 und 2004 geriet die Firma durch Fehlkalkulationen einer ausländischen Investorengruppe in die Krise. Eine Werksschließung und die Entlassung von 500 Mitarbeitern war die Folge. Heute hat sich das Unternehmen von dem Schlag erholt und ist einerseits zum größten Armaturenhersteller Europas und darüber hinaus mit acht Prozent Weltmarktanteil zum weltweit Führenden seiner Branche geworden. Der Jahresumsatz beträgt 1.017 Millionen Euro und an allen Standorten werden insgesamt 5200 Mitarbeiter beschäftigt.