Heizkörper lackieren selbst gemacht

Heizkörper lackieren selbst gemacht

heizung-lackieren © sima - Fotolia.comBevor die Heizperiode beginnt, sollten die Heizkörper einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Auch die Heizanlage sollte auf ihre Funktionstüchtigkeit hin getestet werden, damit im kalten Winter keine bösen Überraschungen warten. Schnell fällt dann auf, dass der Heizkörper optisch nicht mehr zu überzeugen vermag und dann sollte das Lackieren des Heizkörpers ins Auge gefasst werden.
Dieses kann man leicht selbst erledigen. Dennoch reicht das bloße Überstreichen des Heizkörpers bei weitem nicht aus. Zunächst ist zu prüfen, ob sich Rost am Heizkörper befindet. An den Katen und den unteren Bereichen des Heizkörpers sind typische Schwachstellen für Rostbildung, weil Schrubber oder Besen dort häufig anecken und die Farbe abblättern kann.

Rost abschleifen und abblätternde Farbe entfernen

Daher sollte zunächst der Rost abgeschliffen werden, am besten bis aufs Metall. Andernfalls bringt das Überstreichen zwar oberflächlich optische Vorteile, der Heizkörper rostet aber weiter vor sich hin. Sind Roststellen nahe dem Ventil oder dem Rücklauf zu sehen, sollte der Fachmann zu Rate gezogen werden. Gleiches gilt bei Feuchtigkeitsbildung oder –austritt am Heizkörper. Das sind Indizien für eine bereits erfolgte Durchrostung.
Etwas Schleifpapier hilft zudem dabei, den gesamten Heizkörper anzurauen, damit die Grundierung besser hält. Abblätternde Farbe lässt sich mit einer Drahtbürste gut entfernen, sodass nach dem Lackieren keine Übergänge sichtbar sind. Schmutz und Fett lassen sich mit einem Lappen und Seifenlauge entfernen. Grundiert wird aber erst nach vollständiger Trocknung der Oberfläche.

Welcher Lack ist der Richtige?

Heizkörper lassen sich am besten an Ort und Stelle lackieren, ein Abbau des Heizkörpers ist nicht empfehlenswert. Ventil und Thermostat werden mit Kreppband abgeklebt und der Boden mit Malervlies vor herunter tropfender Farbe geschützt.
Der richtige Lack für den Heizkörper muss hitzebeständig sein. Er ist als spezieller Heizkörperlack ausgewiesen. Dabei muss der Heizkörper nicht zwingend in Weiß erscheinen, auch bunte Farben nach dem eigenen Geschmack sind möglich. Ratsam ist ein Voranstrich mit Rostschutzgrund für verrostete Stellen, danach erfolgt eine Reinigung und schließlich der Deckanstrich.

So klappt es mit dem Lackieren

Zunächst werden die Rohre und Anschlussstellen, sowie die Halterungen lackiert, am besten mit einem Pinsel. Acryllacke werden mit Pinseln mit Kunststoffborsten, Alkydharzlacke mit Naturborsten gestrichen. Die Heizkörperplatten lassen sich mit der Rolle lackieren, wobei auf einen flusenfreien Bezug zu achten ist. Ein Eckpinsel mit langem Stiel eignet sich für die Rippen der Gliederheizkörper. Die Borsten sollten dabei angewinkelt sein. Grundsätzlich gilt, dass die Farbe so dünn wie möglich aufgetragen werden sollte, da zu dicke Farbschichten die Wärmeleitfähigkeit verschlechtern können.

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