Heizkosten sparen: So geht man bei der Wärmedämmung des Fußbodens vor

Heizkosten sparen: So geht man bei der Wärmedämmung des Fußbodens vor

Wärmedämmung_ © Falko Matte - FotoliaIn der Regel ersetzt die Wärmedämmung des Fußbodens die Kellerdecken-Dämmung. Im Winter verliert ein Haushalt ungefähr zehn Prozent der verwendeten Energie über den Fußboden – Heizkosten, die nicht unerheblich sind und die man sich sonst sparen könnte. Wenn man mit Heizöl seine Wohnung beheizt, gehen von 1.000 Litern rund 100 Liter über den Boden verloren. Durch richtige Dämmung ist man in der Lage die Wärme aufzufangen, um die Erdgeschosswohnung mollig warmzuhalten. Nur in den Fällen, bei denen der Keller beheizt ist, lohnt es sich nicht, den Fußboden zum Keller hin zu dämmen.

Von oben oder von unten dämmen?

Meistens wird der Fußboden von unten gedämmt, weil es mit weniger Aufwand verbunden ist. Bei Feuchte oder nicht ausreichender Höhe des Kellers empfiehlt es sich jedoch, eine begehbare Fußbodendämmung durchzuführen. Dabei wird als Erstes eine spezielle Folienart ausgelegt, um den Boden vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen. Auf die Folie werden trittfeste Dämmplatten verlegt, die man mit Estrich übergießt. Verwendet man Sparrenböden, sollten die Zwischenräume mit Zelluloseflocken oder Mineralwolle ausgefüllt werden. Allerdings sollte man dabei beachten, dass die Dämmmaßnahmen, die von oben ausgeführt werden, im Schnitt um 15-30 Euro teurer sind als eine Dämmung von unten, von dem Keller aus. Dazu muss man noch die Kosten der Anpassung von Türen und Treppenabsätzen dazu rechnen. Im Zweifelsfall sollte man einen Energieberater zurate ziehen, um etwaige Bauschäden zu vermeiden. Er könnte auch helfen, die staatlichen Fördergelder für die Fußbodendämmung zu beantragen.

Was der Gesetzgeber zur Wärmedämmung des Bodens sagt

Werden mehr als 20 Prozent eines Bauteils erneuert, muss nach EnEV (Energiesparverordnung) gedämmt werden. Das geht aber nicht immer so einfach, wie man sich das vorgestellt hatte. Wie sollte es jedoch mit der Dämmung weiter gehen, wenn der Bodenaufbau lediglich eine Höhe von sechs Zentimetern aufweist? Die Höhe muss dann für Dämmung, lastverteilende Schicht (Estrich) und Belag ausreichen. Wenn es nicht mehr höher darf wegen der Tür- und Raumhöhen, wird man gezwungen, Hochleistungsmaterialien zu suchen. Ist der Estrich schön genug, könnte man ausnahmsweise auf den Bodenbelag verzichten und einen passenden Teppich drauflegen. Als Estrich wählt man am besten den Trocken-Estrich, weil man ihn problemlos selbst verlegen kann.

Bild: © Falko Matte - Fotolia.com