Kolonialstil

Kolonialstil

einrichtungsforum_kolonialstil_© slavun - Fotolia.comWenn von Kolonialstil gesprochen wird, so ist hierbei die Zeit zwischen dem 16. Jahrhundert und dem 18. Jahrhundert gemeint. Der Kolonialstil ist ein Inbegriff von Barock, Renaissance und dem Rokoko. Dies war auch die Zeit der großen Entdeckungen. Länder wurden erobert und besiedelt. Die Einrichtungsmerkmale während dieser Zeit prägten den Kolonialstil.

Möbel im Kolonialstil

Der Kolonialstil weist einen eindeutigen Einrichtungsstil auf, der auf seine Weise unverkennbar ist. Die Einrichtungsgegenstände sind in einer dunklen, markanten Färbung hergestellt. Kommoden und Dielenschränke wirken schlicht, aber dennoch aufwendig verarbeitet. Die Oberfläche der Möbel ist geschliffen beziehungsweise gefräst, sodass ein altes Muster der vergangenen Epochen auf den ersten Blick erkannt wird. Durch die unterschiedlichen Zeitabschnitte von Barock, Rokoko und Renaissance sind an den Möbelstücken dementsprechende Beschläge montiert, welche den Kolonialstil in seiner Art verdeutlichen und unverkennbar werden lassen.

Besonderheiten dieser Möbel

Der Kolonialstil ist nach wie vor weit verbreitet. Aus diesem Grund haben sich viele Designer damit beschäftigt, diesen Einrichtungsstil neu zu kreieren und dabei die typischen Punkte des Kolonialstils beizubehalten. Ein Merkmal dieser Möbel ist, dass diese einen leichten Hauch von Exotik in der Wohnung verbreiten. Eine weitere Besonderheit des Kolonialstils liegt darin, dass zur Herstellung dieser antiken Möbelstücke weitgehend Edelhölzer verwendet werden. Dabei wird bei der Herstellung darauf geachtet, dass das Aussehen der Möbelstücke gegenüber den Originalen beinahe getreu nachempfunden wird. Somit haben die unterschiedlichen Möbelstücke ihre Eigenheiten, wie beispielsweise der amerikanische Kolonialstil. Dieser spiegelt Möbelstücke wider, welche bei der damaligen Entdeckung von Amerika benutzt wurden. Aber auch der englische Kolonialstil hat seine Besonderheiten. Mit Tierfellen und einem offenen Kamin kann der englische Kolonialstil wunderbar nachempfunden werden. Mit Rattanmöbel als Eyecatcher, welche ebenfalls den Kolonialstil symbolisieren, können bestimmte Zimmer in den Vordergrund gerückt werden.

Kennzeichen der Möbel des Kolonialstils

Im Gegensatz zu anderen Möbeln besitzen Einrichtungsgegenstände des Kolonialstils eine für die damalige Zeit typische Oberflächenverarbeitung. Folglich können hier Esstische, Vitrinen sowie Highboards und Lowboards gesehen werden. Aber auch Wandspiegel und Truhen besitzen den Charme des Antiken, sodass diese Möbelstücke gezielt als Blickfang eingesetzt werden können. Hocker im Kolonialstil besitzen wundervoll geschwungene Beine, welche für die damalige Zeit typisch waren. Das antike Aussehen ist ebenfalls eine Kennzeichnung des Kolonialstils. Verschnörkelungen an den Ecken beziehungsweise der Beschläge und die Fräsarbeiten heben diese Möbelstücke hervor. Größtenteils werden diese Einrichtungsgegenstände gebeizt und einer sorgsamen Oberflächenbehandlung unterzogen, sodass die Maserung deutlich zu sehen ist. Eine Ledercouch, die mit Nieten versetzt ist, gehört ebenfalls einem typischen Kolonialstil an. Durch diese Kennzeichen können Möbel im Kolonialstil leichter erkannt und natürlich auch in der eigenen Wohnung zu der bestehenden Einrichtung kombiniert werden.

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