Ökologisch Bauen: Das umweltfreundliche Traumhaus

Ökologisch Bauen: Das umweltfreundliche Traumhaus

© Reimer - Pixelvario - Fotolia.com
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Wer ein umweltfreundliches Traumhaus bauen lassen will, sollte nicht nur auf eine ökologisch sinnvolle Bauweise achten, sondern auch auf die Baustoffe. Naturdämmstoffe sind eine gute Alternative und auch bei den Bodenbelägen kann man ökologisch wertvolle Varianten auswählen. Beispielsweise spielt der Lehmbau in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Lehmbau: Natürliche Baustoffe und ihre Vorteile

Lehm ist einer der Baustoffe, die am wenigsten verfälscht sind. Die baubiologischen und physikalischen Eigenschaften sind hervorragend. Beispiele dafür sind etwa der Entzug von Feuchtigkeit aus der Luft, die bei Bedarf jederzeit wieder abgegeben werden kann oder die Speicherung von Wärme. Auch Schadstoffe können vom Lehm als Baustoff absorbiert werden. Lehm weist eine sehr geringe Gleichgewichtsfeuchte auf. Dadurch kann er sogar Holz konservieren. Das Interesse am Lehmbau ist somit deutlich gestiegen und mittlerweile hat man auch hier durchaus die Wahl. Folgende Lehmbaustoffe stehen zur Verfügung:

    • Strohleichtlehm
    • Holzleichtlehm
    • Mineralleichtlehm
    • Lehmbauplatten
    Lehmputz

Strohleichtlehm im ökologischen Hausbau verwenden

Wer sich für die Nutzung von Strohleichtlehm entscheidet, wird die Stampftechnik kennen lernen. Dabei werden Lehmschlämme und Stroh miteinander vermischt. Gerste und Roggen als Grundlage für das Stroh haben sich dabei besonders bewährt, da sie sehr hartfaserig sind.

Diese Mischung wird nun in eine Hartschalung gegeben. Die Verdichtung erfolgt durch das Stampfen, daher auch der Name für diese Technik. Durch die Verdichtung kann die Hartschalung binnen kürzester Zeit entfernt werden. Die Rohdichte sollte mindestens 650 Kilogramm pro Kubikmeter betragen, damit sich kein Schimmel binden kann. Diese Technik kann zudem nur für Bauarbeiten im Frühjahr, Sommer und Herbst angewendet werden, da die Trocknungszeiten sehr lang sind.

Bauen mit Holzleichtlehm

Auch beim Holzleichtlehm kommt die Stampftechnik zum Einsatz. Wahlweise können

    • Hobelspäne,
    • Sägespäne oder
    • Holzhackschnitzel

verwendet werden. Sie werden mit den Lehmschlämmen vermischt und in eine Kletterschalung gegeben. Die Verdichtung erfolgt durch das Stampfen. Die Hackschnitzel sollten dabei einen maximalen Restfeuchtgehalt von 40 Prozent aufweisen. Die Trocknungszeiten beim Holzleichtlehm sind wesentlich kürzer als beim Strohleichtlehm. Günstiger auch ebenso das Schwundverhalten.

Was bringt der Bau mit Mineralleichtlehm?

Der Mineralleichtlehm gehört zu den noch jungen ökologischen Baustoffen. Entwickelt wurde er von Prof. Dr. Minke an der Gesamthochschule Kassel. Er hat das Verfahren zum Patent angemeldet, so dass hier eine Lizenzgebühr entrichtet werden muss, soll es beim ökologischen Hausbau eingesetzt werden.

Blähton, Naturbims oder andere mineralische Leichtzuschläge werden mit Sand und Lehmschlämmen gemischt. Abhängig von der Witterung kann dem Ganzen noch Trasskalk zugefügt werden. Die Verdichtung ist hier nur in geringem Maße oder auch gar nicht nötig, je nachdem, wie feucht die Materialien sind. Die Schalung muss hier jedoch einige Stunden an Ort und Stelle verbleiben. Der Trocknungsvorgang erfolgt vollkommen schwundfrei und geht etwa so schnell wie beim Holzleichtlehm vonstatten.

Wer nun noch mehr über den ökologischen Hausbau erfahren möchte, kann auf gesundes-haus.ch viele weitere Informationen entdecken.