Porree

Porree

porreeDie pflegeleichteste Gemüseart ist Porree. Widerstandsfähige Wintersorten bereichern die Küche gerade dann, wenn es sonst nichts im Garten zu ernten gibt. Cardiff, die Hauptstadt von Wales, hat eine lange Tradition im Porree-Anbau. Bis heute ziert das Wappen dieser Stadt eine Porreestange. Porree gedeiht nämlich am besten im feuchtkühlen Klima. Porree hat viele Vitamine, Mineralien und immunstärkende, ätherische Öle. Ein optimales Gemüse für eine gesunde Ernährung. In der Küche wird Porree als Suppengrün und Beilage vieler Gerichte verwendet. Toll schmeckt dieses Gemüse in Kombination mit Kartoffeln.

Die Kartoffel-Porree Kombination funktioniert auch im Gemüsebeet hervorragend. Sie sollten immer zuerst Frühkartoffeln pflanzen. Diese werden dann im Juni geerntet. Sie hinterlassen einen lockeren und tiefgründigen Boden. Dieser ist ideal für die Porreekultur. Die Setzlinge werden in einen, mit dem Spaten bearbeiteten, Boden gesetzt – v-förmige, 20 Zentimeter tiefe Spatenstiche sind dafür erforderlich. Die Stangen sollten wie Zinnsoldaten aufgereiht werden. Das sieht nicht nur besonders hübsch aus, sondern lässt sich auch gut ernten.

Als Nachbarn eignen sich Möhren. Ihr Duft und ihre Wurzelausscheidungen verhindern einen Befall durch Lauchminiermotten. Allerdings funktioniert dies nicht immer. Und vor sonstigem Madenfraß sollten die Stangen auch geschützt sein. Dafür eignet sich ein feinmaschiges, luft- und wasserdurchlässiges Gemüsenetz. Zudem sorgen diese Netze für ein gutes Mikroklima. Geerntet werden kann von Spätherbst bis in das Frühjahr. Dafür werden die Porreestangen mit einem Spaten leicht angehoben und dann mit der Wurzel aus der Erde gezogen.

Im April erscheinen erste Blütenstängel. Diese können einfach weg geschnitten werden. Bei einigen Porree-Sorten bilden sich so am Wurzelbereich kleine Perl- oder Silberzwiebelchen. Dies sind essbare Brutzwiebeln. Wer den Blütenstängel nicht entfernt, wird mir hübschen, kugeligen Blüten überrascht. Diese können Sie bis in den Spätherbst bewundern. Dann können die Samen für eine neue Aussaat benutzt werden. In Süddeutschland sagt man übrigens zu Porree Lauch. Ob er nun Porree oder Lauch genannt wird, er ist einfach super lecker. Ein sehr pflegeleichtes und nahezu anspruchsloses Gemüse, das nicht nur in England gut ankommt