Schimmel im Bad? Tipps zur Entfernung und zur Vorbeugung!

Schimmel im Bad? Tipps zur Entfernung und zur Vorbeugung!

Schimmel im Bad, der Graus jedes Badbesitzers. Muffiger Geruch und vor allem der Befall des Schimmels lassen das Bad schnell zu einem unerwünschten Ort im Haus werden. Damit dies nicht passiert, gibt es Tipps, die man beachten sollte, damit der Schimmel sich nicht erst bildet, und ist er erst einmal da, dann gibt es Möglichkeiten, diesen leicht zu entfernen.

Feuchtes Badezimmer – ein Paradies für Schimmel!

Schneller als man denkt, wird es feucht im Badezimmer.

schimmel-badDabei gibt es einfache Tipps, wie man das Raumklima im Bad kontrollieren kann:

• Schon kleine Veränderungen sorgen dafür, dass sich das Raumklima verbessert und die Luft trockener wird. Dazu gehört auch das richtige Heizen. Wer nach dem Duschen eine Nebelbildung im Bad erkennen kann, der sollte besser heizen, denn damit kann dieser nasse Nebel verhindert werden. Es reicht aber nicht aus, nur während des Duschens die Heizung aufzudrehen. Wichtig ist, dass eine konstante Temperatur zwischen 24 – 26 Grad im Raum herrscht. Somit bleiben die Wände warm und eine Wasserdampfbildung wird damit vermindert.
• Ein weiterer Tipp ist die richtige Lüftung. Nicht erst nach dem Duschen sollte man das Fenster öffnen, sondern besser bereits während des Duschens. Hierbei nur das Fenster ankippen. Nach dem Duschen, dann 5 Minuten das bekannte Stoß-zu-Lüften anwenden, damit die Nebelschwaden und die Feuchtigkeit verschwinden.
• Die nassen Handtücher bleiben oft im Bad achtlos liegen oder werden zum Trocknen aufgehängt. Ein großer Fehler, der sich schnell zu einem Feuchtproblem im Bad entwickeln kann. Feuchte Wäsche gehört nicht ins Bad, sondern sollte draußen auf dem Balkon getrocknet werden. So kann die Schimmelbildung erneut reduziert werden.
• Bäder sind oft bis zur Decke gefliest, was bedeutet, die Feuchtigkeit setzt sich an den Fliesen und Fugen fest. Um hier Schimmelbildung in den Fugen zu vermeiden, sollte man die Wände nach dem Baden oder Duschen mit einem Abzieher trocknen. Kalk wird damit auch gleich verhindert.

Zu hohe Feuchtigkeit – was tun?

Trotz aller Vorsichtmaßnahme kann es dennoch schnell zu Schimmel im Bad kommen. Besonders bei kälteren Außentemperaturen ist der Schimmel oft auch im Haus zu finden. Zieht der Nebel nach dem Duschen nur wenig ab und hat sich der erste Schimmel bereits gebildet, dann sind die Wände nass. Sobald dauerhaft das Bad eine Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent aufweist, heißt das nichts Gutes. Schimmel kann sich hier also problemlos ausbreiten. Um eine Kontrolle über das Raumklima zu erhalten, gibt es im Baumarkt Thermo-Hygrometer. Er zeigt die optimale Luftfeuchtigkeit an. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann man mit einem Luftentfeuchter beseitigen.

Was tun, wenn der Schimmel schon da ist?

Sie machen sich schnell bemerkbar, es sind die kleinen schwarzen Punkte im Bad, die sich erst in den Fugen, am Seifenhalter und später an der Wand wiederfinden. So fängt es an, doch wenn die Flecken größer werden, dann gibt es ernsthafte Probleme. Sie sehen nicht nur unschön aus, sie sind sogar schädlich für die Gesundheit. Daher sollte man schnell reagieren, ehe der Pilzbefall sich ausbreitet. Um sicherzugehen, dass es sich wirklich um Schimmel handelt, einfach diesen von der Wand abkratzen und in der Hand zerreiben. Ist die Konsistenz schmierig und feucht, dann handelt es sich eindeutig um Schimmel. Jetzt keine Panik bekommen. Es gibt Hilfe! Dabei nicht gleich zur nächsten Handbürste greifen und versuchen den Schimmel abzureiben. Durch das trockene Abreiben können sich die Schimmel-Sporen im Raum verteilen und gelangen auch so in die Atemwege. Daher immer einen Mundschutz tragen. Passend zum Mundschutz sollten auch die Hänge geschützt werden, daher Handschuhe nicht vergessen. Um eine gründliche Reinigung vornehmen zu können, muss man nicht die teuren Produkte verwenden, auch Essigessenz reicht hier aus. Essig reinigt nicht nur, sondern desinfiziert auch zugleich und eignet sich besonders für kleinere Stellen, die von Schimmel befallen sind.

Größerer Schimmelbefall – muss hier ein Profi ran?

Wird ein tieferer Schimmelbefall festgestellt, dann reicht Essig nicht mehr aus. Es sollte ein „Anti-Schimmel-Mittel“ verwendet werden. Wichtig ist, es aus einem Fachhandel zu holen, die sind effektiver als gleichwertige Produkte aus dem Supermarkt. Solch ein Reiniger ist sehr effizient und auch stark reizend. Daher hier die Fenster weit öffnen und auch danach lange durchlüften. Bis zu 15 Minuten muss das Mittel einwirken. Dann sollte der Schimmel sich leicht entfernen lassen. Sind die Fugen stark verschimmelt, müssen die Silikon-Fugen erneuert werden. Die alten Fugen lassen sich leicht mit einem Teppichmesser entfernen. Danach lässt sich neues Silikon wieder einfüllen.
Sind die Fugen aus Zement, wird es schon komplizierter: Hier sollte ein Profi um Rat gefragt werden.
Schimmel an den Wänden kann man auch absaugen, aber nur, wenn der Staubsauger einen Wasserfilter besitzt, sonst werden die Sporen wieder ausgeblasen. Danach auch hier die Flecken mit dem Schimmel-Mittel einsprühen und abwischen. Ist der Befall großflächiger, dann sollte man einen Fachmann ins Haus holen.