Sparsam und langlebig: Energieeffiziente Fenster

Sparsam und langlebig: Energieeffiziente Fenster

Undichte Fenster, ein kalter Luftzug und weite Türritzen sind unangenehme Untermieter und hartnäckige Energiefresser. Bei einer alten und nicht isolierten Hausfassade sind häufig ein enormer Wärmeverlust und hohe Heizkosten die Folge. Auch in geschlossenem Zustand tragen schlecht isolierte oder veraltete Türen- und Fenstersegmente in den kalten Wintermonaten dazu bei, dass Wärme schnell entweicht und kontinuierlich nachgeheizt werden muss. Darüber hinaus beeinträchtigen abgewohnte Türen und Fenster, dass die Bausubstanz negativ beeinflusst wird und ein ungesundes Innenklima herrscht.

Für die Einsparung von Energie und die Realisierung eines behaglichen Wohnraumes ist es daher unumgänglich, auf energieeffiziente Fenster umzurüsten und eine angemessene Wärmedämmung mit Gummibändern oder Schaumstoffdichtungen vorzunehmen. Im Handel sind ganz unterschiedliche Versionen von Fenstern erhältlich, die sowohl für normale Bauten als auch für Niedrigenergie- und Passivhäuser konzipiert wurden.

Jedoch ist es nicht in jedem Fall erforderlich, eine komplette Fenstersanierung vorzunehmen und energieeffiziente Fabrikate einzusetzen. Hierbei würde natürlich die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt werden. Alternativ dazu ist es durchaus günstiger, die veralteten einfachen oder zweifachen Scheiben durch hochwertige Verglasungen abzulösen. Diese Vorgehensweise hat sich insbesondere bei Altbauten bewährt. Dennoch sind für dieses Vorhaben Einschränkungen zu beachten, die sich durch teilweise reparaturbedürftige Rahmen ergeben.

Energie sparen mit den richtigen Fenstern

Hochwertige Fenster basieren in diesem Zusammenhang auf einer Vielzahl an konstruktionsreichen Eigenschaften, welche nicht zuletzt durch das Material bestimmt sind und durch spezielle Parameter definiert werden. Recht häufig begegnen Hausbesitzern Faktoren, wie der sogenannte U- und G-Wert. Beim U-Wert geht es um die Höhe der Wärmedämmung, die mit dem gesamten Fester erzielt werden kann. Da ein Fenster nicht nur aus dem Rahmen, sondern ebenfalls aus der Verglasung zusammengesetzt ist, gibt es noch einen weiteren Anhaltspunkt, der als G-Wert bezeichnet wird. Der G-Wert ermöglicht eine Aussage, wie hoch der gesamte Energiedurchlass eines Fensters ist. Ideal ist ein „G-Fenster“ mit G zwischen 0,16 und 0,45%. Hinzu kommt ein optimaler U-Wert um die 1,3 W/m²K.

Ein weiterer Richtungsweiser für Fensterlaien kann das sogenannte CE-Siegel sein. Diese Kennzeichnung basiert auf speziellen Normen, die EU-einheitlich festgelegt wurden. Einem CE-Siegel mit der Erweiterung „Komfort“ werden alle Fenster zertifiziert, die einer regelmäßigen Prüfung unterliegen. Bei Fenstern mit dem Zusatz „Premium“ kommen bedeutsame Kriterien zum Tragen, welche sich auf den Umweltschutz beziehen.

In Bezug auf die technischen Details, die zu einer perfekten Isolierung und dennoch optimalen Belüftung beitragen, werden so genannte Mehrkammerprofile verwendet. Wenn es darum geht, Holzrahmen zu verarbeiten, werden diese überwiegend mit Zusatzkomponenten wie wärmedämmendem Schaum aus Polyurethan und Schutzblechen gegen ungünstige Witterung ausgerüstet. Außerdem gibt es Fenster mit Isolierverglasung bestehend aus zwei Scheiben und mit einer Dreischeiben-Wärmeschutz-Verglasung. In puncto Rahmenaufbau werden die Baureihen aus massivem Holz und Kunststoff sowie aus diversen Materialkombinationen mit Aluminium bevorzugt.

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