Vom Blitzeinschlag bis zum Erdbeben: Versicherungen für Haus und Wohnung

Vom Blitzeinschlag bis zum Erdbeben: Versicherungen für Haus und Wohnung

Der Kauf einer eigenen Immobilie ist in der Regel die größte Investition, die Normalverdiener in ihrem Leben vornehmen. Je nach eingespartem Kapital und dem Erlös aus dem Bausparvertrag zahlen sie daran in der Regel zwischen zehn und 25 Jahre ab. Da ist es sinnvoll, diese Kapitalanlage, die einen großen Teil des Lebenseinkommens kostet, umfassend zu versichern. Was dafür unbedingt notwendig und möglicherweise verzichtbar ist, hängt auch von der persönlichen Risikoeinschätzung und dem Standort der Immobilie ab. Wer Mitglied einer Eigentümergemeinschaft ist, die in der Regel ein professionelles Gebäudemanagement besitzt, hält für die eigenen Policen Rücksprache mit der Verwaltung. Sie besitzt für das Gemeineigentum bereits verschiedene Absicherungen, deren Kosten die Mitglieder über eine Umlage tragen.

Policen für den Minimalschutz
Wer Haus und Wohnung zum Teil fremdfinanziert, wird vom Kreditgeber dazu verpflichtet, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Sie bildet auch unabhängig davon eine unverzichtbare Grundlage und deckt Schäden durch Hagel und Sturm, Feuer oder Leitungswasser ab. Eine Hausratversicherung sichert das Inventar, also Möbel, Teppiche, Bilder und mehr. Wer mit altem Mobiliar eingerichtet ist, das keinen antiquarischen Wert hat und nur noch einen geringen Restwert besitzt, benötigt diese Police nicht unbedingt. Stehen jedoch wertvolle, alte Einrichtungsgegenstände im Haus oder wurde gerade neu möbliert, überprüft der Besitzer unbedingt die bereits bestehende Hausratversicherung: Er könnte jetzt unterversichert sein. Wer eine Immobilie besitzt, ist auch dafür verantwortlich, dass dadurch andere Menschen nicht zu Schaden kommen. Wer sie vermietet, schließt eine Versicherung zur Haus- und Grundbesitzhaftpflicht ab. Das ist auch wichtig für unbebaute Grundstücke oder solche, auf denen gerade an einem Haus gearbeitet wird. Diese Police schützt unter anderem gegen herabstürzende Dachziegel oder dem nicht ordnungsgemäß vom Schnee geräumten Weg vor dem Grundstück.

Mögliche weitere Absicherungen
Ob eine Glas- und Reparaturversicherung sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Gibt es aufwendige Glaskonstruktionen an Haus oder Wohnung wie einen Wintergarten, ist sie ratsam. Muss der Kredit für die Immobilie noch viele Jahre bedient werden, ist es sinnvoll, an Jobverlust oder Tod des Hauptverdieners zu denken. Für den Erhalt der Immobilie sind dann folgende Absicherungen möglich:

  • die Risikolebensversicherung sorgt dafür, dass sich für die Hinterbliebenen kein Schuldenberg auftürmt.
  • die Restschuldversicherung garantiert die Abbezahlung bei Tod oder Berufsunfähigkeit
  • die Berufsunfähigkeitsversicherung baut bei entsprechender Beitragshöhe das Kapital für die monatlichen Raten bis zur vollständigen Bezahlung auf.

Eine Rechtsschutzversicherung ist Ansichtssache. Es gibt viele, denkbare Problemfelder für Immobilienbesitzer: Unfälle im und rund ums Haus, Nachbarschaftsstreit, Kontroversen mit Behörden wegen Nutzungsmöglichkeiten, An- oder Umbau des Hauses und vieles mehr. Der Zeitgeist zeigt unmissverständlich, dass aus dem Rechtsstaat ein Rechtsmittelstaat geworden ist. Immer seltener sind Menschen bereit, sich friedlich zu einigen, sondern wollen sich durchsetzen – wohlwissend, dass sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen. Besitzt der Streitgegner dann keine, wird es teuer für ihn.

Elementarschäden nehmen zu
Wer eine Wohngebäudeversicherung abschließt, ist damit nicht gegen Elementarschäden geschützt. Darunter fallen unter anderem die Folgen von:

  • Überschwemmung
  • Hochwasser
  • Erdbeben
  • Schneedruck (führt zu Dachschäden)
  • Lawinen
  • Rückstau (Wasser drückt aus den Rohren in den Keller)

Die Elementarschäden-Versicherung ist wegen der immer häufiger auftretenden extremen Wetterverhältnisse seit einigen Jahren stark in der Diskussion. Die Beiträge dafür sind allerdings genau deswegen enorm gestiegen. Die Versicherungswirtschaft in Deutschland hat mit Blick auf die Häufigkeit von Hochwasserkatastrophen vier Gefahrenklassen eingerichtet: alle zehn Jahre, alle zehn bis 50 Jahre, alle 50 bis 200 Jahre und seltener als alle 200 Jahre. Auch wenn die Prämien hoch sind: Wer in den Bergen, an der Küste oder in der Nähe von Flüssen Immobilien besitzt, sollte gegen Elementarschäden versichert sein.

Fazit → Online informiert – persönlich beraten
Es ist sinnvoll, sich im Internet über Gebäudeversicherungen zu informieren. Doch der Abschluss erfolgt am besten im persönlichen Gespräch mit einem Berater. Die Vorteile sind:

  • Ansprechpartner vor Ort
  • Eingehen auf die individuelle Versicherungssituation
  • schnelle, persönliche Kontaktaufnahme im Schadensfall.

Das Verbraucherportal Netzsieger stellt zum Beispiel den Finanzdienstleister MLP ausführlich vor. Diese Übersicht zeigt ausführlich auf einen Blick, was der Verbraucher erwarten kann und darf von einem solchen Unternehmen.