Wohntrends am Wasser

Wohntrends am Wasser

House boat and city lightsWer träumt nicht davon, Idylle pur zu Hause zu genießen und wie ließe sich das besser umsetzen, als mit einem Haus direkt am oder gar auf dem Wasser? Diese Wohnvariante wird in immer mehr deutschen Großstädten, aber auch in ländlichen Regionen geboten.

Wer sich für das Wohnen am Wasser in Berlin entscheidet, hat hier gleich mehrere Varianten zur Auswahl. Die beiden bekanntesten sind:

Wohnvarianten_am_Wasser

Immer mehr Städte bieten Liegeflächen für Hausboote und Floating Homes an. Doch worin liegt der Unterschied zwischen diesen Wohnvarianten?

Floating Home oder Hausboot – das sind die Unterschiede

Ein Hausboot ist meist ein ausrangiertes, zu Wohnzwecken umgebautes Schiff. Die Floating Homes dagegen sind komfortabel angelegte Häuser, die alles bieten, was Sie zum Wohnen am Wasser in Berlin, München, Brandenburg oder Bremen benötigen. Sie werden lediglich auf einem schwimmbaren Untergrund gebaut.

Das Hausboot – darauf ist zu achten

Entscheiden Sie sich für das klassische Hausboot, um am Wasser zu wohnen, müssen Sie zudem zwischen zwei Varianten unterscheiden. Die erste ist ein kleines Sportboot, das maximal 15 Meter lang sein darf. Es ist zudem mit weniger als 15 PS ausgestattet, sodass Sie keinen Bootsführerschein benötigen. Allerdings ist der Sportsbootschein Binnen empfehlenswert, da bei dessen Erlangung vielfältige Kenntnisse vermittelt werden, die beim Wohnen auf dem Wasser sinnvoll sind. Der Nachteil ist jedoch eine eher geringe Wohnfläche, die geboten wird.

Suchen Sie nach mehr Platz, können Sie auch größere Boote zum Hausboot umfunktionieren. Dann benötigen Sie jedoch eine Baugenehmigung, denn größere Hausboote gelten als wasserbauliche Maßnahmen. Ohne einen versierten Architekten werden Sie hier kaum weiterkommen, da nur dieser berechtigt ist, Anträge beim Bezirksamt einzureichen.

Das Floating Home benötigt ebenfalls eine Baugenehmigung

Für das Floating Home benötigen Sie ebenfalls eine Baugenehmigung. Es wird in der Regel auf Beton- oder Stahlpontons aufgebaut, die schwimmen. Die Liegestellen sind festgelegt, doch mobil sind Sie mit dem Floating Home nicht mehr. Dafür sind Ihren individuellen Wünschen bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt.

Wo kann ich auf dem Wasser wohnen?

Das Wohnen auf dem Wasser ist allerdings bisher nur in wenigen Städten möglich. So haben Hamburg, Duisburg und Berlin bereits erste Freigaben für das Bewohnen von Hausbooten erteilt. Wenn Sie also in einer dieser Städte auf dem Wasser wohnen wollen, haben Sie die Möglichkeit dazu an verschiedenen, festen Liegeplätzen. In Hamburg gibt es beispielsweise 75 Liegeplätze laut Kölner Stadt-Anzeiger. Hausboote, die ganzjährig bewohnt sind, sind in einigen Häfen auch sehr gerne gesehen, da sie den übrigen Bootsbesitzern ein erhöhtes Sicherheitsgefühl bieten. Allerdings trifft die endgültige Entscheidung für den Liegeplatz eines Hausbootes der Hafenmeister. Er kann das Hausboot auch ablehnen, wenn es ihm nicht „schiffig“ genug ist. Demzufolge sollten Sie vor der Anschaffung eines schwimmenden Eigenheims unbedingt Rücksprache mit ihm halten.

Beachten sollten Sie überdies, dass an einigen Häfen in den Wintermonaten der Betrieb gänzlich eingestellt wird. Sie können dann nicht mehr auf die Wasser-, Abwasser- und Stromversorgung zurückgreifen. Daher ist es ratsam, eine Biokläranlage einzubauen oder eine Solarstromanlage, um unabhängig von der Infrastruktur des Hafens zu bleiben.

Alternativen zum Wohnen auf dem Wasser

Wenn Ihnen das zu viel Aufwand ist, können Sie auch am Wasser wohnen. Ein Haus mit eigenem Bootssteg beispielsweise ist hier eine schöne Alternative. Der Bootssteg kann dabei die Terrasse des Hauses ersetzen. Möglich wird dies in der deutschen Hauptstadt. Wenn Sie in Berlin am Wasser wohnen möchten, ist die Humboldt-Insel eine gute Wahl. Im Norden der Hauptstadt gelegen, leben Sie hier besonders idyllisch. So finden Sie in unmittelbarer Nähe das Humboldt-Schloss mit dem beeindruckenden Schlosspark, aber auch den Tegeler Forst.