XXXL Hiendl

XXXL Hiendl

Das Möbelhaus „Hiendl“ hat einen ausgesprochen musikalischen Hintergrund. Der Orgelbauer Josef Hiendl und sein Kollege Julius Becker gründeten 1926 in Passau ein Geschäft. Als Becker verstarb, führte Josef Hindl das Geschäft alleine weiter. Ursprünglich als Musikalienladen gedacht, dauerte es nicht lange und Hiendl stellte neben den Orgeln auch Möbel her und verkaufte diese. Rudolf Hiendl, Sohn des Gründers und von Beruf Möbelschreiner, übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg den Betrieb und führte diesen alsbald nur noch als Schreinerei und Möbelhandlung. Der nächste Hiendl-Sohn, nämlich Klaus Hiendl, trat 1963 in das Familienunternehmen ein und Anfang der 70er Jahre übernahmen er und sein jüngerer Bruder Rudolf Hiendl die Leitung des Unternehmens.

Bereits 1973 eröffnete im Passauer Stadtteil Neustift das erste Haus unter dem Namen „Wunderwelt des Wohnens“. Die zweite Filiale in Regensburg wurde erst 1995 gegründet, doch danach folgten weitere in Rosenheim, Fürstenstein, Augsburg und Neuötting. So bauten die beiden Brüder nach und nach das alte „Möbelhaus Hiendl“ zu einer der größten Möbelhausketten im süddeutschen Raum aus, für die sogar Werbeträger wie Ottmar Fischer verpflichtet werden konnten.

Als Klaus Hiendl an den Folgen eines tragischen Autounfalls im Jahr 2006 verstarb, bleib die Leitung des Unternehmens in den Händen Rudolf Hiendls und des Sohnes von Klaus Hiendl als zweiter Geschäftsführer. Bis zu jenem Zeitpunkt beschäftigte das Familienunternehmen etwas mehr als 1.300 Mitarbeiter und erwirtschaftete ca. 200 Mio. Euro Umsatz. Mitte 2007 entschlossen die Eigentümer des „Möbelhauses Hiendl“ den Verkauf des traditionsreichen Familienunternehmens. Heute gehören die „Hiendl“- Niederlassungen zur österreichischen „XXXLutz“-Unternehmensgruppe, was neben dem Sortiment auch die Aufmachung der Internetseite xxxlhiendl.de mit Filialfinder und Jobangeboten etc. deutlich macht.