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Flüssigtapete

Der entscheidende Nachteil bei der Verwendung von Flüssigtapete ist das aufwendige Verfahren des Anrührens und der Handbeschichtung. Für die Verarbeitung werden etwa 2 bis 2,5 Liter Wasser pro Quadratmeter benötigt. Da die Trockenzeit der aufgetragenen Flüssigtapete drei Tage nicht überschreiten darf, müssen gegebenenfalls für die schnellere Trocknung Heizer, Ventilatoren und Raumentfeuchter verwendet werden. Auch mehrmaliges Stoßlüften ist zu empfehlen. Eine Trockenzeit von mehr als drei Tagen kann Fleckenbildungen an den Wänden zur Folge haben. Beim Anrühren ist wegen der Staubentwicklung langsam vorzugehen, da sonst Schmutz entsteht. Es müssen keine Stellen an den Wänden abgeklebt werden.

Das Anrühren von Flüssigtapete ist in einem großen Kunststoffgefäß mit handwarmen Wasser und der noch trockenen Tapetenmischung vorzunehmen. Das Vermischen des Wassers mit der Tapetenmischung ist unbedingt nur von Hand durchzuführen. Die dabei entstehende elastische Masse muss nach dem Vermischen 25 Minuten an der Luft ziehen. Es ist auf die Beschichtungsstärke des Wandauftrags zu achten. Nach der Anquellphase ist mit der Hand oder der so genannten Kunststofftraufel die Beschichtungskonsistenz der Tapetenmasse zu prüfen. Mit der Traufel oder der Hand sind Furchen in die Tapetenmasse zu ziehen, fallen diese wieder langsam ein, ist die Tapetenmasse bereit für den Wandauftrag, ansonsten muss noch Wasser nachgefüllt werden. Mit einer Stahlkelle wird das Tapetenmaterial auf den Kunststofftraufel gefüllt und dieser nach oben über die Wand gezogen. Anschließend ist der Traufel mit der Flüssigtapete gleichmäßig kreuz und quer über die Wand zu ziehen, um das Material zu verteilen. Der durch die angerührte Lösung entstandene Baumwollputz wird ohne zu großen Kraftaufwand auf die Wand verrieben. Es ist auf einen ebenen Tapetenauftrag zu achten.

Nach dem Auftrag wird die Wand mit dem Kunststofftraufel geglättet. Der Auftrag der Flüssigtapete und das Glätten sollte immer vom Wandäußeren nach Innen erfolgen. Danach ist der Tapetenauftrag, wie eingangs erwähnt, höchstens drei Tage zu trocknen, da sonst Stockflecken entstehen können. Der Vorteil von Flüssigtapete liegt in der eigenen und kreativen Gestaltungsfreiheit, hinsichtlich der Farbwahl, der zu wählenden Konsistenz und der Dicke des Wandauftrages. So können individuell Tapetenaufträge angemischt und aufgetragen werden, während der entscheidende Nachteil in der aufwendigen Anrührung und der Trockenphase von drei Tagen liegen.

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