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Innenraumgestaltung mit Naturstein

Die Innenraumgestaltung mit Naturstein wird immer beliebter, da dieser Rohstoff praktisch, überall einsetzbar und strapazierfähig ist und außerdem bei guter, aufeinander abgestimmter Pflege mit speziellen Pflegemitteln eine quasi unbegrenzte Lebensdauer hat. Darüber hinaus bietet er eine große Auswahl und eine Vielzahl an Variations- und Kombinationsmöglichkeiten, die Spaß am Einrichten versprechen und. Naturstein steht für ein hochwertiges, luxuriöses Wohnambiente mit einer edlen, exquisiten Ausstrahlung und beinhaltet – allein von seiner Begrifflichkeit her – auch ein breites Sortenspektrum, bei dem mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei ist: Sandstein, Kalkstein (mit z.B. Travertin als gefragte Sorte), Porphyr, Basalt, Schiefer, Granit (mit Gneis als zugeordnete Sorte), Quarzit, Marmor und auch Kies oder Split für Aquarien, Terrarien und den Außenbereich.

Bodenbeläge und Wandverkleidungen aus hochwertigem Stein verleihen der Wohnung eine individuelle, zeitlose und beruhigende Atmosphäre. Das Material für die Verarbeitung entstammt verschiedenen Ländern, zumeist dortigen Bergen oder Flussbereichen und war in früheren Zeiten wegen des weiten, teuren Transportweges nur wohlhabenden Personen vorbehalten. Durch moderne, schnelle und überwiegend kostengünstige Transportmöglichkeiten ist Naturstein heutzutage als Innenraumdekoration und Baustoff eine echte Alternative zu Holz, Tapeten, Teppich, Fliesen und sogar eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die beliebten Bodenbelags-Varianten Kork, Dielen, Parkett und Laminat geworden. Die optische Wirkung des Natursteins als Bodenbelag hängt natürlich von der Größe der einzufassenden Fläche ab. In großen Räumen haben Steinplatten mit den entsprechenden Ausmaßen einen sehr ästhetischen und aufgeräumten Effekt; ein beispielhaftes Format ist für diesen Fall 60 cm X 120 cm pro Platte. Ein mit Steinplatten ausgelegter Boden kann rein visuell sogar eine architektonische Einheit mit den restlichen Bestandteilen des Hauses bilden – sofern dieses auch mit (möglichst dem gleichen) Naturstein verstehen wurde.

Es gibt darüber hinaus auch verschiedene Oberflächenausführungen des Natursteins, z.B. die gebürstete bzw. bruchrauh-gebürstete Variante. Die Behandlung durch Stahlbürsten macht das Gestein optisch älter, entfernt evtl. vorhandene weichere Segmente aus der Steinoberfläche und macht bereits im Voraus – normalerweise erst später auftretende – mögliche Gebrauchsspuren sichtbar; vergleichbar etwa mit dem coolen „used look“ der modernen Jeans. Zur Auswahl stehen der interessierten Kundschaft alternativ noch folgende Oberflächenqualitäten des Natursteins: (mattglänzend-)poliert, geschliffen (in diversen Feinheitsgraden), spaltrauh, gesägt, geflammt, gestockt und getrommelt – wobei – aufgrund der Beschaffenheit, Struktur und Festigkeit – nicht jede Bearbeitungsweise bei jeder Steinart möglich ist. Poliert bekommt der Naturstein eine mattglänzende bis glänzende Oberfläche, geschliffen behält er seine natürliche Rauigkeit (die nur etwas geebnet und egalisiert wird), spaltrauh wirkt der Stein wie frisch – und obendrein erstaunlich präzise – abgebrochen oder herausgeschlagen und durch die getrommelte Variante erhält das Material an Kanten und Oberflächen eine „Flusskieseloptik“. Um diese zu erlangen, rotiert der Naturstein mit Stahlkugeln so lange in einer Trommel, bis der gewünschte Effekt erreicht und der Stein dadurch an Ecken und Kanten ein wenig abgeschliffen bzw. abgerundet ist.

Stein als Ausgangsmaterial kann z.B. für Küchenarbeitsflächen, Waschbecken, Wannen oder sogar komplette Bäder und sowohl innen als auch außen in verschiedenen Formen und Ausführungen für Wände (z.B. als Mauersteine und Täfelungen), Böden (z.B. Boden- oder Abdeckplatten und Pflastersteine), Fensterbänke, Treppen(-stufen), Sockelleisten, Terrassenplatten, Swimmingpool-Umrandungen und Kamine verwendet werden. Im Außenbereich erzielen Accessoires aus Stein wie z.B. Brunnen, Teiche, Säulen, (un-)bearbeitete Figuren und Obelisken oder auch nutzbare Produkte wie Tische, Bänke und Vasen einen stilvollen Charme.

Gepflegt werden die allermeisten Steinoberflächen – wie auch die meisten anderen Bodenbeläge – im Innenbereich übrigens durch Wischen mit einem feuchten Lappen, wobei es gelegentlich auch Spezialreinigern bedarf. Vor allem im Außenbereich ist z.B. wegen Moos, Algen oder Rost besondere Behandlung gefragt; genaueres hierzu erfährt man im Baumarkt oder beim Fachhändler, wo man sich auch gleich noch praktische Tipps für die (ggf. weitere) Gestaltung des Wohnraums mit Naturstein variantenreiche Kombination verschiedener Sorten und Musterverlegung (z.B. Mosaik) zeigen und auf das eigene Zuhause persönlich abgestimmt vorschlagen lassen kann. Der Individualität bei der Schaffung einer ganz charakteristischen Note sind mit Naturstein bei der Innenraumgestaltung – und natürlich auch für den Außenbereich – somit kaum Grenzen gesetzt.