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Kräuter

Was haben Thymian, Estragon, Oregano, Basilikum und Rosmarin gemeinsam? Diese Kräuter lieben die Sonne, haben eine heilende Wirkung, schmecken gut und riechen angenehm.

„Ein Ochs ging auf die Wiese, wo er nach Kräften fraß. Da waren Blumen, Kräuter, es kümmerte ihn nicht weiter. Für ihn war alles Gras.“ Dieses schöne Gedicht schrieb Franz Grillparzer (1791-1872), Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter. Damit sie kein Ochs sind, und Kräuter von Blumen und Gras unterscheiden können, gibt es hier eine kleine Einführung in die schönsten Kräuter:

kraeuterThymian liebt einen trockenen, kalkhaltigen und sandigen Boden. Der Standort sollte außerdem schön sonnig warm sein. Ein holzig-würziger Duft und ein herb-bitterlicher Geschmack zeichnet dieses Kraut aus. Vom französischen Thymian gibt es eine Vielzahl an Sorten mit verschiedenem Geschmack. Zum Beispiel Kümmel-, Zitrone-, Orange- oder sogar Kokosnussgeschmack. Thymian passt gut zu mediterranen Fischgerichten, Kartoffelgerichten und Honig. Eine beruhigende Wirkung wird diesem Kraut nachgesagt. Außerdem lindert Thymian Hustenreiz.

Estragon braucht einen nahrhaften, durchlässigen Boden. Auch dieses Kraut liebt den Platz an der Sonne. Allerdings sollte Estragon immer windgeschützt wachsen. Das leicht bittere Anis-Aroma sorgt für einen erfrischenden Geschmack. Dieses Kraut passt zu Fisch, Huhn und hellen Soßen. Außerdem würzt Estragon Majonäse und Senf. Das Kraut wirkt appetitanregend und fördert die Magensaftbildung.

Oregano wächst am besten in einem trocken, durchlässigen Boden, der gut besonnt wird. Am holzigen Aroma erkennen Sie das Kraut. Für die italienische Küche ist Oregano perfekt. Pizza, Salate oder Meeresfrüchte harmonieren mit diesem Kraut. Als Tee verhindert Oregano Husten und Verdauungsbeschwerden.

Basilikum kommt am Besten in einem Topf. Der Duft ist kräftig und würzig. Das Aroma süßlich-kampferartig. Pasta, Pizza, Salate und Tomatengerichte peppt Basilikum geschmacklich auf. Nur sollte dieses Kraut niemals mitgekocht werden. Basilikum wirkt krampflösend und verdauungsfördernd.

Rosmarin gedeiht an einem warmen, sonnigen Platz, der geschützt ist und einen durchlässigen, kalkhaltigen Boden hat, am besten. Der Duft ist harzig und würzig duftend. Für gegrillten Fisch, Schmorgerichte und als Beigabe zu Kräutersalz, Essig und Öl eignet sich Rosmarin. Es regt den Kreislauf und das Gehirn an, fördert die Durchblutung und die Konzentration.

Jetzt dürfte es nicht mehr schwer sein, Kräuter von Blumen und Gras zu unterscheiden.