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Lavalampe

Eine Modeerscheinung aus den 1970er Jahren ist in den letzten Jahren wieder neu aufgelebt, die Lavalampe. Von vielen als kitschig angesehen, ist dieses Dekorationsobjekt bei anderen umso beliebter. Wie auch immer die Einstellung zu diesen Lampen sein mag, die genaue Funktionsweise ist vielen ein Rätsel.

Grundsätzlich besteht jede Lavalampe aus einem Flaschenartigen oder zylindrischen Gefäß, in dessen Metall- oder Kunststofffuß sich die Technik inklusive einer Glühlampe befindet. Darüber ist ein Glas- oder Kunststoffgefäß angebracht, das mit verschiedenen Flüssigkeiten befüllt ist. Diese Flüssigkeiten werden von der Glühlampe angestrahlt und erst dadurch richtig sichtbar. Der Lava-Magma-Effekt in der Lampe entsteht dadurch, dass die Flüssigkeiten nicht ineinander lösbar sind, ähnlich dem Verhältnis von Wasser und Öl. Hinzu kommt, dass die Stoffe in der Lavalampe sich erst dann verflüssigen, wenn sie erwärmt werden. Sie haben dann zwar eine ähnliche Dichte, aber eine unterschiedliche Wärmeausdehnung. Die dickere Flüssigkeit ist meist ein Wachs oder zähes Öl und die Umgebungsflüssigkeit entweder Isopropanol oder Ethylenglycol, das mit Wasser oder Salzen gemischt werden kann, um die notwendigen physikalischen Eigenschaften zu erhalten.

Beide Flüssigkeiten werden zusätzlich mit unterschiedlichen Farbstoffen versehen, um den gewünschten Effekt zu erhalten. Der richtige Lava-Magma-Effekt ergibt sich bei rot-orangenen-Füllungen, aber der Handel bietet Lavalampen in den verschiedensten Farbkonstellationen an.

Die Erwärmung der Flüssigkeiten erfolgt durch die Glühlampe im Lampenfuß. Bei Erreichen der Betriebstemperatur schmilzt das Wachs oder Öl und dehnt sich damit stärker aus, als die Umgebungsflüssigkeit. Dadurch erfolgt der Auftrieb dieses Stoffes in Form von großen Blasen, die sich im oberen, kühleren Teil der Lavalampe abkühlen und dann wieder absinken. Dieser Kreislauf findet unaufhörlich statt, so lange die Lampe eingeschaltet ist.

Das Aufheizen der Flüssigkeiten dauert ungefähr eine halbe Stunde. Um Schäden an der Lampe zu vermeiden, sollte sie nicht länger als acht Stunden ununterbrochen eingeschaltet sein.